Gewürze

Ocium basilikum
(Basilikum)


Das Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht. Darum gedeiht es in Mittelmeerländern besonders gut. Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma.
Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze. Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde. Eine Tasse nach jeder Mahlzeit wirkt verdauungsfördernd. Auch das Nervensystem wird durch Basilikum gestärkt und Migräne gelindert.

Lavendula angustifolia
(Lavendel)


In unseren Breiten wird er gerne in den Gärten angepflanzt, weil er nicht nur gut duftet, sondern auch hübsch aussieht.
Der Duft von Lavendel beruhigt und reinigt und wirkt auf vielfältige Weise heilsam auf den Menschen.
Für den Tee oder die äusserliche Anwendung eignet sich der Tee aus den getrockneten Blüten. Auch in Teemischungen wird Lavendel gerne eingesetzt.

Mentha spicata var. crispa
(Minze, Marokkanische)


Diese Minzeart wird gerne in nordafrikanischen Ländern getrunken. Am besten verwendet man die frischen Blätter.
Belebendes kühles Aroma. Die Art ist bei uns winterhart.
Verwendung: Blütenökologische Bedeutung, Nektarpflanze für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln; Duftpflanzen für Potpourri, Duftsträuße, Duftrasen, Dufthecken, Duftgarten; Gewürzpflanze, Gewürzkraut für Speisen und Salate; Heilkraut, medizinische Verwendung; Küche, Zubereitung als Gemüse, Verwendung in der kulinarischen Küche

Origanum vulgare
(Oregano)


Dost ist den meisten von uns unter dem Namen Oregano vor allem als Gewürz auf der Pizza bekannt und unentbehrlich.
Kaum jemand weiss, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur vorkommt und dass sie ausser Gewürz auch eine Heilpflanze ist.
Der Dost wird in der Heilkunde hauptsächlich als Tee verwendet. Man kann sich jedoch auch eine Tinktur daraus ansetzen und als Hustentropfen oder gegen Menstruationsbeschwerden einsetzen. Äusserlich kann man ihn gegen Wunden einsetzen, hier sind vor allem seine bakterientötenden Eigenschaften hilfreich.
Für die äussere Anwednung eignet sich vor allem das ätherische Öl des Oreganos.

Rosmarinus officinalis
(Rosmarin)


Aber er ist auch eine wichtige Heilpflanze mit vielfältigen und starken Heilwirkungen. Normalerweise werden die Blätter des Rosmarins verwendet, aber auch die Blüten enthalten viele Wirkstoffe und können verwendet werden.
Man kann ihn innerlich als Tee, in Teemischungen und als Tinktur anwenden. Das ätherische Öl sollte man nur äusserlich verwenden, weil es sehr stark ist und innerlich eingenommen den Magen reizen könnte.
Der Rosmarin ist eines der wenigen Kräuter, die niedrigen Blutdruck stärken können. Diese Wirkung gegen niedrigen Blutdruck erfolgt aufgrund der Stärkung von Herz und Kreislauf, hoher Blutdruck wird also nicht noch höher.

Stevia rebaudiana
(Honigblatt)


Stevia ist in Südamerika heimisch.
Seine Blätter haben eine sehr starke Süsskraft ohne die von Zucker bekannten Kalorien zu haben.
In der EU und in den USA ist Stevia als Zuckerersatz verboten, angeblich weil es noch nicht gründlich genug untersucht ist. Im eigenen Garten kann man jedoch Stevia-Pflanzen anziehen.


Salvia officinalis
(Salbei)


Die bekanntesten Einsatzgebiete des Salbeis beruhen auf seiner schweisshemmenden Wirkung und den Heilkräften gegen Halsschmerzen.
Doch der Salbei kann viel mehr. Man kann ihn gegen fast alle Erkrankungen einsetzen, sagt zumindest der Volksmund.
Innerlich als Tee
Als Tee kann man den Salbei gegen Halsentzündungen aller Art trinken. Er hilft auch gegen Husten, Kehlkopfentzündungen und andere Erkältungserscheinungen.

Thymus vulgaris
(Thymian)


Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion.
Sehr lecker schmeckt Thymian als Gewürz in der mediterranen Küche. Dort trägt er unauffällig zur Gesundheit bei.
Er ist aber auch eine vielseitige Heilpflanze, die fast gegen das komplette Spektrum üblicher Beschwerden helfen kann
Der wichtigste Einsatzbereich des Thymians sind Erkrankungen der Atmungsorgane.
Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Thymian Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden.

Levisticum officinale
(Liebstock od. Maggikraut)


Der Geruch von Liebstöckel erinnert an Maggi-Würze. Daher sagt man statt Liebstöckel auch häufig Maggikraut, obwohl in der Maggi-Würze selbst gar kein Liebstöckel enthalten ist ... allerdings nutzt man den Liebstöckel für die Suppe wohl ebenso gerne und häufig wie die Maggi-Würze .
Was wohl weniger bekannt sein dürfte, ist die Anwendung des Liebstöckel im kosmetischen Bereich. So soll er für eine schöne, glatte und zarte Haut sorgen, Sommersprossen und rote Flecken im Gesicht vertreiben und auch Pickel und Mitesser bekämpfen. Der volkstümliche Name "Badekraut" für den Liebstöckel dürfte aufgrund dieser Eigenschaften entstanden sein.


Origanum majoran
(Majoran)


Die Hauptwirkung des Majorans ist die Stärkung der Verdauung, weshalb er auch so beliebt als Gewürz ist.
Er hilft, fette Speisen zu verdauen, gegen Blähungen, Appetitlosigkeit und Krämpfe der Verdauungsorgane.
Auch gegen See- und Reisekrankheit kann man ihn verwenden.
Man kann den Majoran zusammen mit dem Essen einnehmen, oder man brüht sich einen Tee auf oder nimmt ihn als Tinktur.

Petroselum hortense
(Petersilie)


Die Petersilie ist das bekannteste Kraut der deutschen Küche. In den meisten Küchengärten kann man die Petersilie antreffen, die es sowohl mit glatten oder mit den dekorativen krausen Blättern gibt.
Dass die Petersilie auch eine Heilpflanze ist, ist den Meisten unbekannt. Einerseits wirkt sie durch ihren hohen Vitamin C Gehalt belebend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit.
Sie regt aber auch den gesamten Verdauungsvorgang an und wirkt harntreibend und förderlich auf Niere und Blase.
Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Petersilie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.

Melissa officinalis
(Zitronenmelisse)


Verwendung in der Küche:
Die bittersüßen, frisch nach Zitrone schmeckenden Blätter eignen sich als Gewürz oder Tee und werden dafür am Besten kurz vor der Blüte geerntet. Für Tee werden die frischen Blätter einfach mit heißem Wasser übergossen. Da die feinen Blatthärchen, die sich dabei gelegentlich lösen, mitunter als störend empfunden werden, empfiehlt es sich, den Tee zu filtern.

(C) 2010 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken